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Japanische Teedose Chazutsu Ōkadō Koto & Teeschale Chataku aus reinem Kupfer

Japanische Teedose Chazutsu Ōkadō Koto & Teeschale Chataku aus reinem Kupfer

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Ein besonderes japanisches Teeset von Ōkadō (桜花堂) aus der Koto (古都) Serie. Das Set ist aus reinem Kupfer gefertigt und besteht aus einer traditionellen Chazutsu (茶筒) zur Aufbewahrung von losem Tee sowie dazugehörigen Chataku (茶托), japanischen Untersetzern für Teeschalen.

Der warme rotbraune Glanz des Kupfers wird mit einem dezenten Dekor aus Pflaumenblüten und einem Vogel kombiniert. Das Set ist unbenutzt und wurde in der originalen Holzschatulle aufbewahrt, auf der Name, Serie, Material und Zusammensetzung in japanischer Kalligrafie vermerkt sind.

Die Chazutsu

Eine Chazutsu ist eine traditionelle japanische Teedose für losen Tee. Hochwertige japanische Teedosen sind so gefertigt, dass der Tee bestmöglich vor Licht, Luft und Feuchtigkeit geschützt ist. Diese kupferne Chazutsu verfügt neben dem Außendeckel über einen separaten Innendeckel. Dies sorgt für einen zusätzlichen Verschluss und ist ein Merkmal hochwertiger japanischer Teedosen.

Die Dose kann beispielsweise für Sencha, Gyokuro, Hojicha oder anderen losen Tee verwendet werden. Gleichzeitig ist dieses Ōkadō-Set durch seine Verzierung und die originale Aufbewahrungsbox ein attraktives Sammlerobjekt für Liebhaber japanischen Tees und Handwerks. Zur Chazutsu gehören Chataku: kleine japanische Untersetzer, auf die beim Servieren eine Teeschale gestellt wird.

Warum Kupfer

Kupfer hat in Japan eine lange Geschichte als Material sowohl für Gebrauchsgegenstände als auch für feines Metallhandwerk. Das Material ist langlebig, wird aber besonders für die Art und Weise geschätzt, wie es altert. Neues Kupfer hat einen hellen rot-orangen Glanz. Unter dem Einfluss von Zeit, Berührung und Umgebung verändert sich die Oberfläche allmählich und es entsteht eine tiefere Patina.

Gerade diese Veränderung wird in der japanischen Ästhetik geschätzt. Ein Kupfergegenstand muss nicht ewig wie neu aussehen: Das Material darf zeigen, dass Zeit vergeht. Bei einer Teedose hat Kupfer zudem den Vorteil, dass es vollständig undurchsichtig ist. Licht, einer der Faktoren, die die Qualität von Tee beeinträchtigen können, erreicht die Teeblätter nicht.

Ume und Vogel

Auf dem Kupfer ist eine subtile Szene eines Vogels zwischen blühenden Pflaumenzweigen abgebildet. Die japanische Pflaumenblüte, Ume (梅), ist ein wichtiges traditionelles Motiv. Die Ume blüht sehr früh im Jahr, manchmal während es noch kalt ist. Dadurch ist sie zu einem Symbol für Ausdauer, Widerstandsfähigkeit, Hoffnung und den nahenden Frühling geworden.

Der Vogel verstärkt diesen Bezug auf die neue Jahreszeit. Vögel und blühende Pflaumenzweige treten seit Jahrhunderten gemeinsam in der japanischen Malerei und den dekorativen Künsten auf. Eine bekannte Kombination ist die der Ume mit dem Uguisu, dem Japanischen Buschsänger, der kulturell stark mit dem Frühlingsanfang assoziiert wird.

Bei diesem Objekt ist der Vogel jedoch sehr stilisiert dargestellt. Daher schreiben wir ihn nicht mit Sicherheit einer bestimmten Vogelart zu. Die Darstellung wurde klein gehalten und teilweise in das Kupfer integriert. Aus einiger Entfernung überwiegt daher die ruhige Form und warme Farbe des Objekts; aus der Nähe werden die Details sichtbar.

Die originale Holzschatulle

Besonders an diesem Set ist die originale hölzerne Aufbewahrungsbox. Die Kalligrafie gibt wichtige Informationen über das Objekt. Auf der Schatulle stehen unter anderem:

  • 桜花堂 – Ōkadō : Der Name der Werkstatt.
  • 古都 – Koto : Wörtlich alte Hauptstadt. Dies scheint der Name der Serie oder Ausführung zu sein.
  • 茶筒 – Chazutsu : Japanische Teedose.
  • 茶托 – Chataku : Teeuntersetzer, auf die eine Teeschale gestellt wird.
  • 揃 – Soroi : Aus reinem Kupfer gefertigt.

Unten befindet sich zudem das rote Siegel von Ōkadō. Die Holzschatulle ist nicht nur eine Verpackung, sondern bildet auch einen wichtigen Bestandteil der Herkunft und Identifikation des Sets.

Japanisches Kupferhandwerk

Japan besitzt eine besonders reiche Tradition in der Metallbearbeitung. Kupfer wurde für alles verwendet, von Tempelbeschlägen und Gebrauchsgegenständen bis hin zu Vasen, Räuchergefäßen und Objekten für die japanische Teekultur.

Bei hochwertigen japanischen Kupferwaren spielen nicht nur Form und Konstruktion eine Rolle. Auch die Oberflächenbehandlung und Patinierung sind Teil des Handwerks. Durch Hämmern, Polieren, Gravieren und verschiedene Veredelungstechniken kann dasselbe Metall sehr unterschiedliche Erscheinungsformen annehmen.

Bekannte Zentren des japanischen Metallhandwerks befinden sich unter anderem in der Umgebung von Tsubame-Sanjō in Niigata und Takaoka in Toyama. Tsubame entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum für Kupfer- und Metallbearbeitung, während Takaoka eine jahrhundertealte Tradition bei gegossenen Metallwaren hat.

Objektdaten

  • Objekt: Japanisches Teeset
  • Name/Serie: Koto 古都
  • Marke/Werkstatt: Ōkadō 桜花堂
  • Herkunft: Japan
  • Datierung: 20. Jahrhundert; genaues Produktionsdatum unbekannt
  • Material: reines Kupfer (純銅製)
  • Bestandteile: Chazutsu mit Innen- und Außendeckel sowie dazugehörige Chataku
  • Dekoration: Pflaumenblüten (Ume) und Vogel
  • Zustand: unbenutzt aus langjähriger Lagerung
  • Verpackung: originale, beschriftete hölzerne Aufbewahrungsbox mit rotem Siegel

Der Hersteller Ōkadō – 桜花堂

Ōkadō (桜花堂), wörtlich „Haus der Kirschblüte“, ist der japanische Name der Werkstatt oder Marke, unter der dieses Kupfer-Teeset hergestellt wurde. Neben Teedosen sind unter diesem Namen auch andere Bestandteile für die japanische Teekultur bekannt.

Koto (古都) erscheint auf mehreren Ōkadō-Objekten und scheint damit eine Serie zu sein. Bisher haben wir keine zuverlässige Dokumentation gefunden, in der Ōkadō einem einzelnen Kupferkünstler zugeschrieben wird.

Den genauen Standort und den Produktionszeitraum konnten wir nicht überzeugend dokumentieren. Gerade die originale Schatulle dieses Exemplars ist daher wertvoll: Sie ermöglicht die Zuschreibung an Ōkadō, die Koto-Serie und reines Kupfer direkt vom Objekt selbst aus.

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